300 Der Film & Rise of an Empire

300 ist eine Comicverfilmung (Frank Miller & Lynn Varley 1998) von 2007. Der Film erzählt fiktional die Geschichte der Schlacht bei den Thermopylen – eine Erzählung aus der griechischen Mytholgie.

300: Rise of an Empire, die Fortsetzung des Filmes kam im März 2014 in die Kinos.

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Offizieller 300 Der Film Trailer

Offizieller 300: Rise of an Empire Trailer

300 Teil 1 – Fakten und Inhalt

Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 16[2]
Regie Zack Snyder
Drehbuch Zack Snyder,
Kurt Johnstad,
Michael Gordon
Produktion Mark Canton,
Bernie Goldman,
Jeffrey Silver,
Gianni Nunnari
Musik Tyler Bates
Kamera Larry Fong
Schnitt William Hoy
Besetzung Gerard Butler: König Leonidas
Lena Headey: Königin Gorgo
Vincent Regan: Leonidas’ Hauptmann
David Wenham: Dilios
Michael Fassbender: Stelios
Rodrigo Santoro: Xerxes
Tom Wisdom: Astinos
Andrew Tiernan: Ephialtes
Dominic West: Theron
Andrew Pleavin: Daxos

Menschliche Schwächen werden im antiken Sparta nicht geschätzt. Demut und Feigheit existieren hier ebenso wenig. Doch König Xerxes zieht von Persien aus kommend die Schlinge um das bislang unabhängige Volk fester zusammen. Dessen Oberhaupt Leonidas lehnt ein Angebot zu Verhandlungen und zur Aufgabe seines Landes ab. Der unvermeidbare Krieg wird indes nach den Regeln der Spartaner ausgefochten. Mit gerade einmal 300 Mann zieht Leonidas in die Schlacht, nutzt dabei allerdings vielfältige Vorteile der Landschaft. Gleichermaßen kommt ihm der Ehrgeiz Xerxes‘ zugute, der fortwährend seine Taktik ändert und unerbittlich Soldaten auf das blutgetränkte Kriegsfeld schickt. Derweil entwickelt sich ein zweites Problem: Leonidas‘ Frau sieht sich einer Intrige aus den eigenen Reihen entgegen – Sparta droht durch innere und äußere Feinde zu zerfallen.

Die Hauptdarsteller

Im Fokus des Films steht König Leonidas, der vom britischen Schauspieler Gerard Butler kampfeslustig, mutig sowie stark an Körper und Geist porträtiert wird. Butler gelang damit der Durchbruch auf der internationalen Bühne. Ihm gegenüber schwingt Rodrigo Santoro als Xerxes die Peitsche bei den Persern. Der gebürtige Brasilianer lässt einen Hauch von Genialität und roher Gewalt anklingen, wird aber zu selten in Szene gesetzt, um seine Stärken vollends ausspielen zu können. Gleiches gilt für Leonidas‘ Gattin Gorgo: Lena Heady füllt die Rolle zwar aus, kann an deren geringer Vielschichtigkeit und fehlender Tiefe jedoch wenig ändern. In der weiteren Besetzung sind zudem einige der damals aufstrebenden Stars wie Michael Fassbender, Dominic West oder David Wenham zu sehen.

Der Film

Vom Herbst 2005 an bis in den Frühling des kommenden Jahres hinein standen die Darsteller im kanadischen Montreal vor der Kamera. Rund 65 Millionen US-Dollar verschlang der Film – ein Großteil des Geldes wurde indes nicht für die Schauspieler oder die Kulisse eingesetzt. Vielmehr war es notwendig, die detailreichen Animationsszenen auf höchstem Niveau zu erstellen. Dem Betrachter eröffnet sich damit nicht selten die Sicht aus den Augen der spartanischen Soldaten – mitten auf dem Schlachtfeld detoniert Feuerwerk neben ihm oder rasen wild gewordene Ungetüme auf ihn zu. Es dauerte nach Beendigung der eigentlichen Dreharbeiten somit ein weiteres Jahr, um die visuellen Effekte derart realistisch zu konzipieren. Ein Aufwand, der sich lohnen sollte. Mehr als 450 Millionen Dollar spielte das Werk an den Kinokassen ein.

Zitate

Bereitet euer Frühstück und esst tüchtig denn noch heute Abend speisen wir in der Hölle !

Das hier wird nicht schnell vorbei sein und du wirst es nicht genießen – Ich bin nicht dein König!

Dies ist der Ort an dem wir sie aufhalten! Genaue hier werden wir kämpfen und genau hier werden sie untergehen!

Du bist ebenso gütig, wie du göttlich bist, Xerxes. Nur ein Wahnsinniger würde dieses Angebot ablehnen.

Du breitest die Köpfe und Kronen getöteter Könige in meiner Stadt vor mir aus? Du beleidigst meine Königin und drohst meinem Volk mit Tod und Sklaverei? Oh ich habe meine Worte gut überlegt Perser und vielleicht hättest du besser selbiges getan!?

Das ist Blasphemie! Das ist Wahnsinn!

Wahnsinn? DAS IST SPARTA!

Ein neues Zeitalter hat begonnen. Ein Zeitalter der Freiheit wird kommen und und alle werden wissen das 300 Spartaner es bis zum letzten Atemzug verteidigt haben!

Es ist nur ein Auge mein Herr! Die Götter waren so gütig mir ein zweites zu geben.

Hier werden wir Kämpfen! Hier werden sie sterben.

Hunderte gehen. Eine Handvoll bleibt. Nur einer blickt zurück.

Kein Rückzug! Keine Unterwerfung!

Macht euch bereit für Ruhm und Ehre!

Meine Königin, meine Frau, meine Liebe!

Noch vor Ende dieser Schlacht wird die Welt wissen, dass einige Wenige einer Übermacht getrotzt haben.

Schenkt ihnen Nichts, aber nehmt ihnen Alles.

Unsere Pfeile werden eure Sonne verdunkeln – Dann kämpfen wir im Schatten!

Zuerst kämpft man mit dem Kopf und dann mit dem Herzen.

Trauer? Ich fülle mein Herz mit Hass.

 

Der Hintergrund

Der von Regisseur Zack Snyder gedrehte Film beruft sich vorrangig auf den Comic „300“ von Frank Miller. Der US-amerikanische Autor ist darüber hinaus für Bücher wie „The Dark Knight Returns“ oder „Sin City“ bekannt, die ebenfalls filmisch adaptiert wurden. „300“, das in weitgehend dunklen Farben gezeichnet ist und mit rohen, holzschnittartigen Darstellungen auskommt, basiert seinerseits jedoch auf historischen Ereignissen. Die Schlacht von Sparta wurde mehr als 400 Jahre vor Christus von dem griechischen Geschichtsschreiber Herodot zu Papier gebracht. Dieser nutzte für seine altertümliche Abhandlung originale Zitate, Pläne, Abbildungen der Ausrüstungen sowie Erläuterungen der geografischen Lage des Schlachtfeldes. Allerdings blieb die historische Genauigkeit bei der Umsetzung des Stoffes für den Film zuweilen auf der Strecke – was jedoch der Unterhaltung nicht schadet.

Das Fazit

„300“ schließt sich erfolgreich der Reihe großer Comicverfilmungen an und thematisiert eine zumindest auf tatsächlichen Begebenheiten beruhende Handlung. Aufgrund sehenswerter darstellerischer Leistungen und einem hohen Maß an visuellen Effekten gelingt es, den Zuschauer regelrecht gebannt zu halten, ihn in das Kriegsgetümmel einzubeziehen und ihn somit zu einem der 300 Kämpfer werden zu lassen. Das Werk setzt insofern neue Maßstäbe, die selbst nach mehr als einem halben Jahrzehnt nichts von ihrer Wirkung verloren haben. Die rohe Gewalt der Schlacht und die daraus resultierenden persönlichen Emotionen werden erstklassig porträtiert, wobei es dem rund zwei Stunden andauernden Film hier und da etwas an Tiefe fehlt. Dennoch eine sehenswerte und vor allem begeisternde Comicadaption, die ihresgleichen sucht.

Rise of an Empire

300 Teil 2

Erscheinungsjahr 2014
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 18[1]
Regie Noam Murro,[2]
Drehbuch Zack Snyder,
Kurt Johnstad
Produktion Zack Snyder,
Thomas Tull,
Deborah Snyder,
Gianni Nunnari,
Bernie Goldmann,
Mark Canton
Musik Junkie XL
Kamera Simon Duggan
Schnitt David Brenner,
Wyatt Smith
Besetzung Sullivan Stapleton: Themistokles
Eva Green: Artemisia
Rodrigo Santoro: Xerxes
Lena Headey: Königin Gorgo
Callan Mulvey: Scyllias
Hans Matheson: Aesyklos
Andrew Tiernan: Ephialtes
David Wenham: Dilios
Jack O’Connell: Calisto
Andrew Pleavin: Daxos

Es gibt gute Fortsetzungen, bemühte Fortsetzungen und zu bemühte Fortsetzungen. Wenn es um die Fortführung einer Filmreihe geht, dann sollte man einen Mann fragen: James Cameron. Er hat wohl die beiden besten zweiten Teile einer Filmserie bisher gemacht. Zum einen Alien 2 und zum anderen Terminator 2 – Judgement Day. Er war dabei natürlich in einer besonders glücklichen Position, denn in beiden Fällen konnte er aus einer Art Horror-Film einen Action-Film machen. Wer nun bezweifelt, dass Terminator 1 ein Horrorfilm war, der muss sich nur die Handlung des Films in Erinnerung rufen. Ein Killer, der immer wieder aufsteht, wenn man ihn niedergestreckt hat, verfolgt eine junge Frau und hinterlässt viele Leichen auf seinem Weg – Michael Meyers, Freddy Krueger und Jason lassen grüßen.

Kritik

Doch die Fortsetzung zu 300 hat nicht James Cameron gemacht und schon der erste Teil war ein Actionfilm. Kurz gesagt: Die Chancen stehen schlecht! Leider hat diese Fortsetzung noch mehr Probleme. Der erste Teil war interessant, da damit ein neues Filmkonzept eingeführt wurde und Zack Snyders visueller Stil selbst noch ansprechend war. Leider sind Snyders Instagram Filters, seine Zeitlupen-Gewaltszenen und all die homosexuellen Anspielungen aus dem ersten Teil langsam ein alter Hut und folglich muss man sich fragen, was der zweite Teil wirklich zu bieten hat.

Normalerweise bietet eine gute Fortsetzung genau das, was man im ersten Teil geliebt hat und führt gleichzeitig eine neue Ebene ein. Im ersten Teil von Terminator liebte man den Terminator und im zweiten Teil bekamen die Fans sogar zwei Terminators zu sehen, wobei der zweite Terminator noch tödlicher war, als der Killer des ersten Teils. Zudem bekam man endlich John Connor zu Gesicht, über den im ersten Teil nur gesprochen wurde. Das ist schon für sich genommen das perfekte Rezept für einen zweiten Teil. Doch was will man heute nochmal sehen, was man damals bei 300 gut fand? Mehr zur Schau gestellte Bauchmuskeln, mehr Gewalt in Zeitlupe, mehr übermässig gepiercte Perserkönige? Ich denke durch den ersten Teil haben wir genug davon für die nächsten 5 Jahrzehnte bekommen. Folglich darf es einen nur wundern, dass sich Geldgeber für dieses Machwerk gefunden haben, dass sich Eva Green, die einmalig in Casino Royale war und auch sehr passend im zweiten Sin City, dafür hergegeben hat, aber es ist überhaupt nicht verwunderlich, dass dieser Film ein absoluter Kassenflop war.

Details

Sehen wir uns mal kurz an, was wir in diesem Film geboten bekommen. Die Perser führen Krieg gegen die Griechen. Im ersten Teil wird einiges an Zeit dafür verwendet zu zeigen, wie nutzlos die übrigen Griechen im Vergleich zu den Spartanern sind und jetzt sollen wir den nutzlosen Griechen beim Sit-ups machen zusehen, anstatt den Spartanern? Wir sehen die Herkunftsgeschichte von Xerxes, die im ersten Teil so wichtig war, um zu verstehen, warum die Perser böse sind? Wir sehen einen übertrieben komplizierten, antiken Konflikt, mit dem wir uns gar nicht identifizieren können und der nur über viel Blutvergießen in der – und es ist schon nervig wie oft es hier erwähnt werden muss – altbewährten Zeitlupe gelöst wird.

Im ersten Teil war das Konzept schon zu simpel um es intelligent erscheinen zu lassen, aber es hat funktioniert, da die Spartaner richtig vorgestellt wurden und man sich mit dem Kampf von wenigen gegen viele einfach intuitiv identifizieren kann. Außerdem war es eine neue Idee eine Parade von männlichen Oberkörpern und viel Rumgeschreie zu zeigen. Eine Idee ist aber leider nur einmal neu.

Fazit

Diesen zweiten Teil kann man nicht einmal den Fans des ersten Teils empfehlen. Das einzige, was die Aufmerksamkeit in diesem zweiten Teil auf sich ziehen kann, sind Eva Greens Rundungen, die immer wieder in neuen, schönen Kleidern gezeigt werden. Nichteinmal all die Bauchmuskeln dürften Interesse bei den weiblichen Zusehern wecken, denn selbst ein Chauvinist würde keinen Reiz aus so vielen Nippeln nebeneinander ziehen können. Also wer noch immer Gefallen am ersten Teil findet, soll sich diesen nochmal ansehen und wer Nippel sehen möchte, der kann sich Eva Greens in Sin City 2 ansehen. Dieser Film sollte schneller in Vergessenheit geraten, als er es jetzt schon wird.

Ein Gedanke zu „300 Der Film & Rise of an Empire“

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